Eine Schwangerschaft ist etwas so Tolles, wenn man nur mal Übelkeit und die anderen unangenehmen Begleiter außer Acht lässt. Und wie heißt es noch so schön: Man ist schwanger und nicht krank. Das stimmt ja auch, aber eine Schwangerschaft kann krankmachen.  5 bis 20% aller stolzen Kugelträgerinnen entwickeln in der 2. Halbzeit eine sogenannte Präeklampsie.

Klingt exotisch. Du hast vielleicht schon mal den Begriff Schwangerschaftsvergiftung gehört. Das war der alte Künstlername dieser unsympathischen Begleitung in der Schwangerschaft. Doch auch ein Name muss ja irgendwie mit der Zeit gehen.

Warum eine werdende Mutti diese Erkrankung bekommt ist nicht wirklich geklärt. Es gibt eben auch Dinge, die kein Wissenschaftler genau klären kann. Manchmal ist Mutter Natur so mächtig und lässt sich da auch nicht in ihre Karten gucken.

Die Gesichter der Präeklampsie

Fräulein Präeklampsie kommt mit ihren Freunden Bluthochdruck, Eiweiß im Urin und Ödemen. Gerne verursacht sie Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen.

Wenn sie es übertreibt, kann es zu einer Eklampsie oder dem HELLP-Syndrom kommen.

Doch Mutter Natur hat schon ihre Vorlieben. So werden einige Frauen bevorzugt. Muttis mit hohen Blutdruck oder auch die zuckersüßen Mamis mit Diabetes.  Wenn bei Mami die Nieren arbeitsfaule Organe sind ist dies auch ein weiterer Risikofaktor. Übergewicht, starkes Untergewicht, Mehrlingsschwangerschaften sehr früh- oder spätgebärende Frauen fallen in das Beuteschema der Schwangerschaftsvergiftung alias Präeklampsie.

Der Umgang mit Präeklampsie

Sollte man als Frau zu den Auserwählten gehören, so gibt es Möglichkeiten diese Erkrankung zu einem Schatten zu machen. Sie ist zwar dann namentlich anwesend, aber wie ein Schatten nicht spürbar. Erstmal wird mit dem Wunder der Arznei der Blutdruck wieder in die richtige Bahn geschoben und die Wasserein- und ausfuhr kontrolliert.  Auch Magnesium wird verabreicht bei einer Präeklampsie.

Sollten die Symptome vor der 32. Woche auftreten so bekommt die werdende Mami noch etwas um die Lungenreife des Bauchzwerges voranzutreiben. So nimmt man dieser Erkrankung fein den Wind aus den Segeln.  Sollte diese Erkrankung nämlich meinen völlig eskalieren zu müssen, so wird die wilde Party einfach beendet und das Kind wird geholt. Klappe zu, Affe tot. Auch wenn Mutter Natur die Karten manchmal in der Hand hat, gibt es dennoch auch manche Situationen, in denen der Mensch ihr die Karten aus der Hand schlagen kann.

Wie du siehst ist eine Präeklampsie zwar sehr bescheiden, geht aber in der Regel gut aus. Am Ende sind meist Mutter und Kind wohl auf.  Ende gut, alles gut.