HELLP-Syndrom. Heißt „help“ nicht Hilfe?  Auch wenn dieses HELLP eine völlig andere Bedeutung hat, so bedarf es bei dem HELLP-Syndrom dennoch an Hilfe. Bei einer von 150 bis 300 Kugelträgerinnen tritt um die 34. Schwangerschaftswoche diese schwere Verlaufsform der Präeklampsie auf. 30% aller HELLP-Syndrome treten in den ersten Tagen der Wochenbettzeit auf. Und aus welchen Gründen auch immer die Muttis, die ihr erstes Kind erwarten mit 52 bis 81% prädestiniert.

Oh nein, wieder etwas, was eine Schwangere nicht braucht. Aber keine Panik auf der Titanic, denn so häufig kommt das nun auch wieder nicht vor.

Doch wofür steht nun HELLP wenn nicht für „Hilfe“?

H= Hämolyse

EL= Erhöhung der Leberenzyme (Elevated Liver Enzymes)

LP= Thrombozytopenie (Low Platelets)

Aspekte, welche das Risiko für ein HELLP-Syndrom erhöhen sind selbst den Göttern in weiß nicht bekannt.

Von daher denk positiv! Wenn dann macht Mutter Natur ja eh was sie will. Genieße deine Schwangerschaft, denn selbst wenn es zu einem HELLP-Syndrom kommt, ist es behandelbar.

Das bringt das HELLP-Syndrom mit sich

Die Auserwählten, welchen Mutter Natur das HELLP-Syndrom zukommen ließ, leiden an Schmerzen im rechten Oberbauch, denn wie bereits im Namen steckt, ist auch die Leber beteiligt. Da das HELLP-Syndrom eine Präeklampsie mit dem zusätzlichen Leber-Feature ist, kommt es neben den schlechten Leberwerten im Blut genau wie beider Präeklampsie zu Bluthochdruck, Ödemen und Proteinurie. Lediglich in 15% der Fälle fallen diese Symptom weg. Sicher entlarven kann ein Sherlock Holmes das HELLP-Syndrom also nur durch eine Blutuntersuchung.

In 3 bis 5% der Fälle endet das HELLP-Syndrom tödlich. Bevor es aber soweit kommt wird natürlich gehandelt. Das HELLP-Syndrom kann zu akuten Nierenversagen, einer Plazentaablösung, Lungenödem und auch Hirnblutungen führen und somit Mutter und Kind in Lebensgefahr bringen.

Du brauchst dir aber keine Sorgen machen, denn du wirst im Falle eines HELLP-Syndroms einen gratis Urlaub in einem Krankenhaus deiner Wahl machen. Somit bist du unter ständiger Beobachtung und sollte etwas außerplanmäßig passieren, so bist du in guten Händen.

Sollten sich die Blutwerte verschlechtern, so wird das Kind schon früher als geplant das Licht der Welt erblicken.

Der Vorteil des HELLP-Syndroms ist, dass es um die 34. Woche auftritt und eine vorzeitige Entbindung daher nicht ganz so schlimm ist. Entbunden wird aber dann per Kaiserschnitt. Dein Kind wird auch keine Folgeschäden davontragen.