Das letzte Drittel ist angebrochen, das Ziel ist in Sicht. Und dann das. Eine von 2000 bis 3500 Schwangeren leidet an einer Eklampsie. Hierbei hat man die gleichen Symptome wie einer Präeklampsie mit einem kleinen I-Tüpfelchen. Bei einer Eklampsie kommen noch Gefährte Krampfanfall oder Koma dazu. Zum Glück ist diese Schwangerschaftserkrankung sehr selten. Meistens sind Erstgebärende betroffen. Mehrlingsschwangere sogar 6-mal häufiger. Die Ursache ist wie bei der Präeklampsie Gefäßwandveränderungen und -verengungen. Die Folgen sind Stau im Gefäßsystem, Ödeme und Ablagerungen von Fibrin. Fibrin ist ein Eiweiß im Blut, welches da ist um Wunden zu verkleben. Und was passiert, wenn Gefäße verstopfen? Es kommt zu Infarkten und zu Unterversorgungen. So kann beispielsweise oft die Plazenta nicht mehr richtig arbeite.

Weltuntergang? Nein noch lange nicht! Es ist behandelbar.

Okay, jetzt bist du sicherlich kreidebleich und hast panische Angst. Halte dir nochmals folgende Aspekte vor Augen: Das alles passiert äußerst selten und vor allem auf der Zielgraden der Schwangerschaft. Jetzt noch das wichtigste Detail, welches noch nicht erwähnt wurde: Man kann es behandeln.

Sollte eine Eklampsie bestehen, so wird die Mutter intensivmedizinisch betreut. Sie erhält Magnesium und Benzodiazepine, sprich Beruhigungsmittel.

Es gibt auch einige Komplikationen bei dieser Erkrankung, von denen man zumindest wissen sollte.

Selten aber erwähnenswert

Bevor du nun diese absolut aussichtslos klingenden Begriffe liest, denk dran: es ist alles sehr selten.

Es kann zu einem Nierenversagen, einem Hirnödem, einer Thrombose oder auch zu Blutungen kommen. 3 bis 5% aller betroffenen Mütter versterben aufgrund der Erkrankung. Bei den Bauchzwergen sind es 30 bis 50%.

Das klingt nun sehr viel, gerade die Sterblichkeit bei den Babys, aber da diese Erkrankung sehr selten vorkommt und auch nicht immer alle Komplikationen mit sich bringt ist das Risiko nicht gerade hoch, dass dir so etwas passiert. Wichtig ist es, dass du alle Vorsorgeuntersuchungen wahrnimmst. Und keine Sorge, weil zwischen den Untersuchungen Wochen liegen. So eine Eklampsie entwickelt sich über eine gewisse Zeit und taucht nicht von jetzt auf gleich auf. Du musst also nicht täglich zum Arzt.