Die Wochenbettdepression, da denkt ein jeder ja erstmal direkt an eine frischgebackene Mami. Doch auch Papis können postpartale Depressionen bekommen allerdings nicht aus hormonellen Gründen. Das Hormonkarussel dreht sich ja nur bei den Damen der Schöpfung unkontrolliert vor und zurück.

Wie macht sich eine Wochendepression beim Mann bemerkbar?

Schätzungweise betrifft dieses emotionale Tief jeden 10. Frischgebackenen Vater. Die meisten merken zwar die Symptome, bringen dies aber nicht mit einer Depression in Verbindung. Sie sind eben auch nicht Sherlock Holmes.

Auffallen tut ihnen aber dennoch, dass sie erschöpft und müde sind. Auch die, dass die Nächte nicht mehr wie zuvor von einem erholsamen Schlaf gekrönt sind, fällt schnell auf.

Was folgt aus Schlafmangel? Genau, ein Mensch wird unter Schlafmangel ungenießbar. Reizbarkeit, Aggressivität und das Gefühl überall ein Wehwehchen zu haben.

Und statt, dass die Frau sich dann liebevoll um den Herrn des Hauses kümmert, ist sie nur noch mit dem Nachwuchs beschäftigt.

Viele Männer flüchten sich dann in die Arbeit oder ihr Hobby.

Vielleicht kommt es dir als Papa bekannt vor: Eigentlich solltest du der glücklichste Mensch auf Erden sein, denn immerhin hast du erfolgreich deine Gene weitergegeben und wirst von deinem Wunderprodukt angelächelt. Doch alles was du empfindest ist Leere. Statt dich zu freuen, liegen deine Nerven blank und das sorgt vielleicht dafür, dass du dich schlecht fühlst.

Welche Gründe kann es also haben, dass auch das stärkere Geschlecht nach der Geburt des Stammhalters in ein psychisches Loch fällt?

Die Ursachen sind wie bereits erwähnt ausnahmsweise nicht die Hormone. Im Gegenteil: so simpel ist es nicht, denn beim Mann kommen vielfältige Gründe in Frage.

Oft kommt es durch die Umstellung auf ein Leben mit Kind zu Unstimmigkeiten in der Beziehung. Klar gibt es in jeder Beziehung nicht nur die rosigen Tage aber gepaart mit Schlafmangel, wird aus jeder Mücke ein Elefant. Auch, dass die Liebste nun nur noch Zeit mit dem Kind verbringt, nagt an manchem Manns Ego enorm.

Es ist ja auch noch eine immense Umstellung mit einem Baby. Neben schlaflosen Nächten, totaler Überforderung mit der neuen Situation und vielleicht Beziehungsproblemen kommt auch noch dieses Riesenpaket Verantwortung hinzu. Man ist nicht nur für sich selbst verantwortlich, sondern für ein völlig hilfloses Geschöpf.

All das kann zu Überforderung und Selbstzweifeln führen, wo auch das starke Geschlecht nicht vor geschützt ist.

Wenn es dir genauso geht, schäme dich nicht dafür. Auch Männer dürfen emotional an ihre Grenzen kommen, wir sind immerhin alles nur Menschen.

Was kann man tun, wenn einem das emotionale Tief nach unten zieht?

Ein Mann hört es sicherlich nicht gerne, aber: reden hilft. Einfach mal sich alles von der Seele reden, was einen bedrückt. Sei es mit der Liebsten, Freunden oder einem Psychologen. Meist hilft das schon.

Ansonsten kann man sich von einem Arzt Medikamente verschreiben lassen. Die Situation ist also erstens nicht aussichtslos und zweitens auch kein dauerhafter Zustand.

Es ist nur eine Floskel aber es ist etwas Wahres dran, wenn man sagt. Zusammen schafft ihr das!