Es gibt doch wahrlich nichts schöneres als ein zufriedenes, sattes Baby. Rundum glücklich liegt der Engel da. Und plötzlich verwandelt das kleine Würmchen sich in einen Springbrunnen von Milch.

Viele Babys spucken nach den Mahlzeiten, was aber nicht dramatisch ist, sondern viel mehr ein natürliches Phänomen. Man sagt ja nicht umsonst: „Speihkinder sind Gedeihkinder“.

Aber warum spucken die Kleinen nach dem Trinken?

Es gibt verschiedene Gründe warum aus einem Bäuerchen ein großer Bauer wird. Die zwei häufigsten Gründe sind sehr banal. Zum einen gibt es ja diese kleinen Würmchen, denen das Trinken nicht schnell genug geht. Sie werden hektisch und schlucken Unmengen an Luft mit, welche hinterher auch wieder raus muss. Da passiert es auch mal, dass Milch mit hochkommt.

Ein anderer Grund ist, dass der Magen-Darm-Trakt noch nicht ganz seiner Aufgabe gewachsen ist. Der Mageneingang wird normalerweise durch einen kleinen Schließmuskel, dem sogenannten Magenpförtner verschlossen, wenn der Magen gut gefüllt ist. Somit wird verhindert, dass der Mageninhalt zurück in die Speiseröhre gelangt. Man kennt es auch als Reflux und im Volksmund Aufstoßen. Bei den Kleinen ist der Magenpförtner noch ein wenig träge, weshalb bei vollem Magen auch gerne mal was zurückläuft.

Gerade bei Muttis mit viel Milch und kleinen Raupen Nimmersatt passiert es dann schnell, dass die Menge, die zu viel war sich so den Weg ins Freie sucht.

Meistens sieht es immer so aus, als würde da literweise Milch aus diesem Baby kommen. Doch keine Bange es ist in der Regel viel weniger als es aussieht.

Selten steckt auch eine Unverträglichkeit dahinter.

Wann sollte man das Spucken von einem Arzt abklären lassen?

Sollte der Wurm abnehmen bzw. auch nicht weiter zunehmen und nach jeder Mahlzeit massiv spucken oder erbrechen, so sollte man doch mal einen Fachmann drauf schauen lassen. Auch wenn ein Kind den Anschein macht, dass der Bauch schmerzt oder das Kind hustet bei oder nach dem Trinken vermehrt ist ärztlicher Rat angebracht.

Ab dem 10. Monat in der Regel spucken nur noch 5% aller Speihkinder. Der Magenpförtner wächst ja mit seinen Aufgaben.

Was kann man nun tun, wenn man einen kleinen Milchbrunnen zu Hause hat?

Es gibt ein paar Tipps und Tricks wie man das Spucken reduzieren kann:

  • Den kleinen Spatz einfach auch während des Fütterns zwischendurch ein Bäuerchen machen lassen um die geschluckte Luft loszuwerden
  • Bei Flaschen gibt es spezielle Sauger, bei denen weniger Luft mitgeschluckt werden kann
  • Bei sehr hastigen Raubtieren einfach die Trinkrationen verringern damit das Kind sich den Ranzen nicht bis Oberkante-Unterlippe voll haut
  • Für Flaschenkinder gibt es spezielle Anti-Reflux Nahrung, diese ist etwas dicker in der Konsistenz
  • Auch spätere Beikost, also Breie sind sehr hilfreich da auch diese dickflüssiger sind
  • Das Wickeln sollte vor der Raubtierfütterung erfolgen, denn mit vollem Magen hin und her gedreht zu werden ist logischerweise kontraproduktiv.
  • Um einen Reflux zu verhindern lohnt es sich auch das Kind nach dem Füttern mit dem Oberkörper etwas höher zu legen. Flüssigkeiten fließen ungerne bergauf. Die gute alte Schwerkraft also. Dazu kann einfach ein Keilkissen oder ähnliches unter das Kopfteil der Matratze legen

Sollte deine süße Knutschkugel also auch mit Milch um sich spucken, so hast du nun ein paar Tipps, die helfen können. Und solange dein Zwerg weiterwächst und gedeiht und glücklich ist, gibt es auch keinen Grund zur Besorgnis.