Wenn der Mageninhalt immer wieder Pfötchen gibt, ist dies zwar ungefährlich, aber unglaublich unangenehm.

Hat der Magensaft erst einmal den Aufstieg in die Speiseröhre gewagt, kann das brennen. Der Grund hier für ist simpel. Die Speiseröhre ist eben nicht der Magen und somit nicht resistent gegen die Magensäure.

Viele Frauen haben gerade gegen Ende der Schwangerschaft mit dem lästigen Brennen in der Speiseröhre zu kämpfen.

Ursachen von Sodbrennen in der Schwangerschaft

Es gibt auch einfache Erklärungen, warum Schwangere sich irgendwann wie ein feuerspuckender Vulkan fühlen, in dem die Lava das auf und ab ein wenig übt.

Es kann halt nur einen geben. In diesem Bauch ist eben nicht genug Platz für alle. Das Bay wird immer größer und braucht somit mehr Platz in der Ortschaft namens Bauchhöhle. Das Territorium wird strategisch erweitert vom Bauchzwerg. Und da bereits in der Schwangerschaft das Baby der Boss ist, muss der Magen Platz machen und das führt dazu, dass Magensaft in die Speiseröhre gedrängt wird.  Eine weitere Komponente sind mal wieder die besten Freunde einer Schwangeren: die Hormone. Die Plazenta produziert Progesteron um die Gebärmutter schön entspannt zu halten. Nicht, dass sie vor dem Startschuss Wehen ins Rennen schickt. Das liebe Progesteron entspannt aber nicht nur die Gebärmutter, sondern auch den Schließmuskel vom Magen. So hat natürlich das saure Gut aus dem Magen leichtes Spiel aufzusteigen.

Lasse dir nur eines gesagt sein: es liegt nicht daran was du isst. Merke dir zusätzlich einen wichtigen Aspekt: Schwanger heißt nicht, dass du nun für zwei essen musst. Das ist ein Mythos und führt nur dazu, dass du unendlich viele Kilos in der Schwangerschaft zunimmst. Ernähre dich einfach vitamin- und nährstoffreich. Für alles was man mit der Nahrung nicht schafft für zwei aufzunehmen, nimmt man ja die netten Schwangerschaftsvitamine.

Wie du bereits zu Beginn vernehmen konntest, ist Sodbrennen zwar lästig aber ungefährlich. Wenn du nun aber so sehr darunter leidest, dass es dich in deinem Wohlbefinden einschränkt, gehe einfach zu deinem Arzt und besprich die Problematik mit ihm.

Kleine Helfer bei Sodbrennen

Es gibt natürlich auch neben Medikamenten ein paar Ratschläge, welche helfen können das lodernde Feuer in der Speiseröhre zu löschen.

  • Einige Lebensmittel können da schon ganz hilfreich sein. Mandeln, Haselnüsse, Reiswaffeln, Toastbrot und auch Haferflocken sind in der Lage Magensaft zu neutralisieren. Klar steigt dann ab und zu noch was hoch, es brennt aber nicht mehr so.
  • Auch Milchprodukte helfen hierbei sehr gut.
  • Einige schwören auf Akupunktur. Dies bieten verschiedene Homöopathen oder auch Hebammen an.
  • Es gibt homöopathische Mittel wie Robinia pseudacacia, Nux vomica und Pulsatilla, die auch zu einer Linderung beitragen können.
  • Was man noch selbst ausprobieren kann ist Akupressur. Der Magen hat Akupressurpunkt mittig der Daumenballen. Hierzu einfach mit einem Finger für circa 30 Sekunden mittig auf den Daumenballen drücken. Das Ganze natürlich auf beiden Seiten nacheinander. Manchen Frauen hilft dies wohl das unangenehme Aufstoßen zu unterbinden.

Vorbeugen heißt die Devise

Wenn man sowas nun liest bleibt ja nur noch die Frage offen, ob man denn etwas tun kann, damit es erst gar nicht zu einem Sodbrennen kommt.

  • Man kann zum Beispiel auch hier auf die Ernährung achten. Stark gewürzte Speisen, Kaffee, Zitrusfrüchte, aber leider auch die heiß geliebte Schoki sollte man meiden oder nur in Maßen genießen, denn leider lösen sie oft Sodbrennen aus. Es ist hart als Schwangere seinen Gelüsten nicht uneingeschränkt nachgehen zu können, aber es sind nur 40 Wochen. Also eine absehbare Zeit.
  • Vorbeugende Maßnahmen haben auch Vorteile, denn mehrere kleinere Mahlzeiten über den Tag sind besser als 3 große Mahlzeiten. Wenn der Magen nur noch wenig Platz hat, sollte man ihn einfach nicht zu voll stopfen, denn so bleibt dem Inhalt ja nichts anderes übrig als den Weg nach oben zu suchen.
  • Gutes Kauen und nicht übermäßig viel zu trinken während der Mahlzeit sind von Vorteil. Den Magen einfach nicht bis Anschlag füllen. Lieber öfter das Kämmerchen auffüllen als einmal in Übermengen, so dass die Hälfte einem wieder hochkommt.
  • Kohlensäurehaltige Getränke können unschönes Aufstoßen zusätzlich begünstigen.
  • Ein kleiner Tipp am Rande: nach dem großen Futtern nicht unbedingt aufs Sofa schmeißen und sich in die Horizontale begeben. Auch wenn die Couch einen nach dem Essen so verlockend anlächelt. So läuft die brennende Brühe einfacher in die Speiseröhre. Flüssigkeiten fließen nämlich nur ungerne bergauf.