Ein Punkt, noch ein Punkt und noch ein Punkt. So sieht das aus, wenn ein Kind die Röteln hat. Sie tragen auch den zauberhaften Namen Rubeola oder Rubella. Liegt wahrscheinlich an der rubinroten Farbe. Schöner Name aber leider keine schöne Erkrankung. Schuld ist, wie so oft ein Virus.

Wie kriegt man Röteln und wie genau erkennt man sie?

Natürlich kommt nicht eure Hoheit Rubella und malt über Nacht mit rubinroter Farbe überall kleine Punkte auf den Körper. Es reicht ein Niesen, ein Husten oder auch eine feuchte Aussprache um Rubella zu verbreiten. Einmal ins gesunde Königreich eingedrungen geht es auch direkt los.

Zunächst muss man sagen, dass nur circa 50% aller Betroffenen wirklich sichtbar erkranken. Zu Beginn wirkt es wie ein Schnupfen und ein kleiner Frosch im Hals. Vielleicht auch ein wenig Fieber. Und dann kommt der Ausschlag. Erst im Gesicht und dann nimmt Rubella auch noch den restlichen Körper in Beschlag. Der Ausschlag bleibt ein bis drei Tage und verschwindet dann von alleine wieder.

In Verbindung mit den Röteln kann es auch mal zu Lymphknotenschwellungen im Nacken und hinter den Ohren kommen, welche auch das ein oder andere Wehwehchen bedeuten können. Auch eine leichte Bindehautentzündung kann mal vorkommen. Nach einer Woche sind aber alle Beschwerden wie weggeblasen.

Freu dich nicht zu früh, denn das alles gilt für Kinder, denn bei Kindern verläuft die Röteln-Invasion in der Regel komplikationslos.

Röteln bei Jugendlichen und Erwachsenen

Erwachsene sind ja eigentlich besser ausgerüstet mit Immunabwehrstoffen, aber wenn es um typische Kinderkrankheiten geht, da werden Erwachsene oft aus den Latschen gehauen.

Bei Erwachsenen können Mittelohrentzündungen, eine Bronchitis und auch geschwollene, schmerzende Gelenke dazu kommen. Die Gelenksache betrifft leider überwiegend die weiblichen Geschöpfe. Ganz selten kann es mal zu Entzündungen von Herz und Gehirn kommen.

Röteln in der Schwangerschaft

Wie immer sind die Kugelträgerinnen eine Sondergruppe. Während es bei allen anderen eine relativ harmlose Viruserkrankung ist, können Röteln zu einem Erzfeind einer werdenden Mutti werden. Da die Bindung zwischen Mutter und Kind sehr eng ist, werden auch Röteln dann von der Mama automatisch mit dem Baby geteilt.

Für den ungeborenen Wurm sehr gefährlich

Röteln können Schäden am kindlichen Innenohr, Herz und Auge hervorrufen. Milz, Leber und das Gehirn sind eher selten betroffen.

In den ersten 8 Schwangerschaftswochen liegt das Risiko einer kindlichen Schädigung bei 90%. Je später man sich in der Schwangerschaft, desto geringer das Risiko. Durch die Infektion ist auch eine Früh- oder Fehlgeburt möglich. 15 bis 20% der ungeborenen Kinder sterben durch eine Röteln-Infektion.

Wie werden Röteln behandelt?

Ist man einmal gepunktet, sollte man das Bettchen hüten. Wenn man als Schwangere mit Röteln in Kontakt gekommen ist, so sollte man mit dem Arzt seines Vertrauens ein Pläuschchen halten. Sollte innerhalb der Familie der Pünktchenvirus auftreten, sofort denjenigen in Quarantäne verbannen.

Wie lange sind die Punkte denn ansteckend?

Ansteckend ist man circa 1 Woche vor und 1 Woche nach Auftreten der Punkteinvasion.

Nach einer Infektion mit Röteln ist man immun gegen sie.

Kann man sich vorher irgendwie schützen?

Schützen kann man sich durch impfen.

Röteln werden in der Regel zusammen mit Masern und Mumps geimpft.

Du kannst dich bezüglich Impfungen jederzeit von deinem Arzt beraten lassen oder einfach im Impfkalender nachschauen, wann welche Impfung empfohlen wird.