Es gibt zwei Dinge, vor denen sich wohl jeder Mutter fürchtet. In der Schwangerschaft ist es die Fehlgeburt und als frischgebackene Mama der plötzliche Kindstod.

Er kommt wie der Name schon sagt plötzlich und absolut auf leisen Sohlen.

Der plötzliche Kindstod auch als Krippentod oder SIDS (sudden infant death snydrome) bekannt ist und bleibt wohl noch weiterhin ein Mysterium.

Es gibt nämlich keine eindeutige Erklärung für dieses Ereignis. Bei den Sternchen wird nach allen Untersuchungen keine körperliche Ursache gefunden, warum der Engel seine Flügel gespreizt hat und davongeflogen ist.

Man geht aber davon aus, dass hier das fröhliche Miteinander einiger Faktoren der Grund sind.

Wissenschaftler haben eine Vermutung

Viele Menschen erforschen den plötzlichen Kindstod und alle haben sie mittlerweile eine feste Annahme, warum es manche Kinder zu den Sternen zieht. Sie gehen davon aus, dass es eine Fehlschaltung im Gehirn ist. Das kleine Kontrollstübchen, welches für Atmung und Blutdruck zuständig ist, arbeitet wohl bei manchen Kindern etwas schluderig.

Nachgewiesen konnte bei Kinder, welche am plötzlichen Kindstod verstorben sind tatsächlich Veränderungen im Hirnstamm.

Gibt es Risikofaktoren?

Durch Statistiken wurden ein paar Risikofaktoren zusammengetragen. Zum einen die Bauchlage. Sie ist immer in aller Munde und macht den Mamis oft große Sorge. Doch warum ist die Bauchlage eigentlich ein Risikofaktor? Da ja anscheinend die Kontrollstelle für Atmung nicht recht funktionieren soll, kann es passieren, dass das Kind mit dem Stupsnäschen in Bauchlage zu dicht an der Matratze klebt. Folge: das Kind atmet seine Ausatemluft wieder ein. Der Sauerstoff darin wird weniger und der Kohlenstoffdioxidanteil steigt. Ist im Blut zu viel Kohlenstoffdioxid, so wird ein Mensch eigentlich wach und schnauft tief durch. Funktioniert nun die Steuerzentrale für die Atmung nicht einwandfrei, kann das tödlich sein.

Andere Faktoren, die das Risiko für einen plötzlichen Kindstod begünstigen sind Folgende:

  • Das starke Geschlecht. Wie so oft trifft es in 60% der Fälle kleine Burschen.
  • Auch immer wieder in der Risikogruppe: die Frühchen. Unter 2500 g haben auch sie ein erhöhtes Risiko.
  • Und auch das Rauchen ist ein großer Faktor laut Wissenschaft. Ob es die Eltern sind, oder der Besuch. Ist ein Kind Rauch ausgesetzt, ist das Risiko massiv erhöht.
  • Drogen in der Schwangerschaft.

Ja da könnte man als Mama immer wieder ausflippen, wenn man hört, dass Schwangere sich zudröhnen ohne darüber nachzudenken, was es für das Würmchen bedeutet. Aber auch diese Mütter gibt es nun mal. Also rege dich nicht auf und sei froh, dass du alles tust, damit dein Kind gesund ist.

  • Was sehr unverständlich klingt, aber wohl auch ein erhöhtes Risiko darstellt, ist wenn die Mama das erste Kind unter 20 Jahren bekommt.
  • Auch Mamis, die die Vorsorgeuntersuchungen in der Kugelzeit verpasst haben, kommen häufiger mit dem plötzlichen Kindstod in Berührung.
  • Wenn bereits ein Kind plötzlich zu den Sternen gereist ist, so ist das Geschwisterchen auch gefährdet.

Wann kommt es zum plötzlichen Kindstod?

Die kleinen Sterne fliegen meist im ersten halben Jahr Richtung Himmel. Vermehrt jedoch mit 3 bis 4 Monaten. Meistens schlummern sie friedlich, ehe sie sich auf den Weg zu den Engeln machen. Auch im Winter passiert dies vermehrt. Warum das alles so ist, kann einem leider niemand sagen. Aber auch nach dem ersten halben Lebensjahr kann ein Zwerg noch davonfliegen. Nur wird es zunehmend seltener. 90% der Krippentode geschehen im ersten halben Jahr.

Kann man dem plötzlichen Kindstod eine Falle stellen?

Es gibt ein paar Dinge, die eine Mama tun kann, um das Risiko möglichst gering zu halten.

Hier eine kleine Checkliste namens „Plötzlicher Kindstod? Nicht mit mir!“

  • Schlafen immer in Rückenlage. Wenn das Kind sich selbst drehen kann, ist es vollkommen okay und man braucht nicht Wache zu halten, um den Wurm immer wieder auf den Rücken zurückdrehen.
  • Keine Decken oder Plüschtiere im Bettchen. Einmal vor das Gesicht gezogen, werden sie zu einer verhängnisvollen Falle. Auch ein Nestchen schränkt die Luftzirkulation ein.
  • Rauchen in der Schwangerschaft. Braucht man nicht drüber diskutieren. Sollte man nie tun.
  • In der Nähe des Kindes das Rauchen unbedingt vermeiden.
  • Die perfekte Schlafzimmertemperatur beträgt 18°C. Auch wenn es kalt erscheint. Lieber einen dickeren Schlafsack. Frische Luft ist wichtig.
  • Stillen, so zeigen Studien, senken das Risiko des plötzlichen Kindstodes
  • Unbedingt die Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen. So lassen sich eventuell Fehlfunktionen schon früh erkennen
  • Schnuller zum Schlafen. Oh ja, richtig gelesen. Der Schnuller soll eine Art Abstandhalter darstellen. Durch die Halteplatte, kann das Kind mit dem Schnuller im Mund nie komplett mit dem Gesicht auf der Matratze liegen.
  • Familienbett nicht unter 8 Wochen. Auch wenn viele es befürworten, dennoch stellt es gerade in den ersten 8 Lebenswochen eine massive Gefährdung für das Kind dar. Lieber in ein Beistellbettchen, so schlafen auch beide Parteien besser.

Gibt es vorher schon Anzeichen?

Du hast sicherlich auch Angst um dein Kind, beobachtest dich selbst, wie du zu deinem Wurm schleichst und schaust, ob er noch atmet. Das ist auch verständlich. Leider passiert das alles ja meist im Schlaf, es gibt aber so etwas wie Vorboten, auf die du achten solltest.

Wenn das Kind stark schwitzt, die Lippen und Schleimhäute sich leicht bläulich verfärben, die Atmung flacher wird oder sogar Atempausen einsetzen, so sollte man schleunigst einen Arzt aufsuchen. Auch Häufiges Erbrechen und Probleme beim Trinken sollten abgeklärt werden.

Erste Hilfe leisten

Solltest du nun ein solches Geschehen mitbekommen, so solltest du sofort anfangen mit Wiederbelebung. Also Mund-zu-Mund-Beatmung und Herzdruckmassage. Wenn du nicht weißt, wie man einen kleinen Wurm wiederbelebt, so kann dir dein Kinderarzt sicherlich die wichtigsten Dinge sagen.

Hat ein Kind Schmerzen, wenn es am plötzlichen Kindstod verstirbt?

Was für viele Betroffene eine quälende Frage ist: hat das Kind gelitten? Da das Kind meist im Schlaf verstirbt, so scheint es ohne Schmerzen oder Stress friedlich zu den Sternen gegangen zu sein.