Schwanger sein ist etwas so Wunderschönes, denn immerhin trägt man ja ein neues Leben in sich. Aber dann ist da auch noch diese unendliche Müdigkeit. Man möchte am liebsten den ganzen Tag nur noch schlafen. Ein Zustand, den man so gar nicht kennt. Braucht eine Schwangere nun etwa eine Art Winterschlaf? Natürlich nicht. Aber dennoch ist dieser Zustand keine Seltenheit. Besonders im ersten Drittel der Schwangerschaft hat das Bett eine magische Anziehungskraft auf die werdende Mutter. Es ist als herrsche im Bett eine viel höhere Schwerkraft. Man bleibt quasi auf dem Bettlaken kleben. Wenn man sich dann doch endlich voller Tatendrang aufgerafft hat, merkt man schnell, dass es eigentlich wieder Zeit wäre für ein kleines Nickerchen.

Bin ich etwa Dornröschen?

Doch woher kommt plötzlich dieses starke Verlangen eine lebenslange Bindung mit dem Bett eingehen zu wollen? Wie könnte es auch anders sein: es sind in erster Linie natürlich die Hormone. Ja die lieben Hormone haben halt überall ihre Finger im Spiel. Durch eine Schwangerschaft ändert sich der Hormonspiegel und auch parallel der Stoffwechsel. Dadurch hat eine Frau in besonderen Umständen einen niedrigeren Blutdruck als sonst und auch der Blutzuckerspiegel sinkt, wodurch es zu Müdigkeit und einem Gefühl der totalen Erschöpfung kommt.

Besserung in Sicht?

Viele Frauen verspüren eine Besserung im zweiten Drittel, andere wiederum sind noch immer müde. Das liegt meist daran, dass nun die Gebärmutter stark wächst und auch das Kind größer wird. Was hat dies aber nun mit Müdigkeit zu tun? Zum einen ist all das natürlich ein für den Körper sehr anstrengender Prozess, zum anderen aber zwackt die Gebärmutter noch mehr Blut ab und auch das Baby klaut der Frau noch ein paar Nährstoffe mehr. Durch dieses Defizit entsteht dann wieder diese Erschöpfung. Jeder liebt sein Bett, aber ihm hörig sein? Niemals!

Gegen diese Problematik kannst du ganz simpel vorgehen. Achte stets auf deine Ernährung und iss zwischen Pizza, Schokolade oder anderen sündhaft leckeren Sachen einfach mal ein wenig Obst und Gemüse. Und vergiss nicht die netten Pillen zu nehmen, welche du höchst wahrscheinlich von deinem Gynäkologen empfohlen bekommen hast. Denn auch mit gesunder Ernährung ist es oft schwer die wichtigen Nährstoffe für zwei Organismen aufzunehmen. Damit hättest du einem Faktor bereits den Gar ausgemacht.

Das waren nun die Erklärungen für die ersten zwei Trimena. Doch auch im dritten Trimenon gibt es noch einen weiteren Grund warum eine werdende Mami sich müde und abgeschlagen fühlt. Die Lösung dieses Rätsels ist recht simpel: Akuter Schlafmangel. Doch woher kommt er? Der einzig wahre Grund liegt ja auf der Hand bzw. in Mamas Bauch. Das Baby. Ein Kind muss nicht erst volljährig sein um die Nacht zum Tag zu machen und eine Party im riesen Stil zu feiern. Nein, im Gegenteil. Die beste Zeit um richtig abzutanzen ist doch wenn Mama schläft.

Wann soll eine Mama schlafen?

Aber wer kennt es nicht: Wie soll man schlafen, wenn andere merklich Party machen?  Mama liegt ruhig im Bett, hat den ganzen Tag nichts vom Bauchzwerg gemerkt und jetzt geht es los. Baby ist wach und turnt wild in seiner kleinen Höhle herum. So kommt Mutti auch erst zum Schlafen, wenn der kleine Racker sich ausgetobt hat. Auch turnt das Baby oft noch auf der Blase herum, so dass Mutti einen Dauerspaziergang zwischen Bett und Toilette macht. Und auch der Bauch stört viele. Nicht jede Mama liegt gerne auf der Seite oder dem Rücken. Für Bauchschläferinnen eine harte Zeit. Aber man gewöhnt sich ja an alles und es hat auch was aus einem Märchen: Die Prinzessin auf der Erbse. In diesem Falle wohl eher Kugel.

Wenn auch du eigentlich ein Bauchschläfer bist, kann man nur raten, dass du dir ein Stillkissen holst. Ja, jetzt denkst du sicherlich das braucht man erst zum Stillen, wenn das Baby dann da ist, aber du wirst sehen, es wurde definitiv vom Himmel geschickt. Es erleichtert so einiges und ist auch oft nach der Geburt und nach dem Stillen nicht mehr wegzudenken.

Die Lösung für das Problem

Also was kann man denn gegen diese Erschöpfung tun? Denn sind wir mal ehrlich, sie ist schon ein wenig nervig. Man hat eigentlich so einiges zu erledigen, ist aber so unfassbar müde.

Meist hilft da nur auf den Körper zu hören und zwischendurch ein wohlverdientes Nickerchen einzulegen. Immerhin leistet eine Frau da Höchstarbeit in dem sie ein Baby beherbergt.

Auch wichtig, wie bereits erwähnt, ist natürlich sich ausgewogen zu ernähren.

Bewegung in Form von kleinen Spaziergängen oder Schwimmen kann helfen den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen. Mit Spaziergängen sind natürlich nicht die nächtlichen Wanderungen zur Toilette gemeint.

An ein zeitiges Zubettgehen sollte man auch denken. Es muss nicht unbedingt direkt nach dem Sandmännchen sein, aber man muss ja auch nicht bis in die Puppen noch todmüde auf dem Sofa vor dem Fernseher hängen. Dann lieber einfach ab in die Falle.

Ein guter Tipp noch zum Schluss: Sieh es positiv, denn wann sonst kann man ständig Nickerchen machen ohne dabei als faul bezeichnet zu werden? Außerdem kannst du Aufgaben an deinen Schatz abgeben, weil du einfach zu erschöpft bist. Ruhe dich ruhig aus ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.

Und solltest du das Gefühl haben, dass vielleicht doch dein Nährstoffhaushalt oder deine Blutwerte an der Müdigkeit schuld sind, weil du absolut nicht mehr Herr der Dinge bist und es dich massiv einschränkt, dann sage das deinem Arzt des Vertrauens. Der wird dann eben Blutabnehmen und gegebenenfalls dir ein wenig Eisen oder andere Vitamine an die Hand geben. Also mach dir vorerst keine Sorgen, wenn du wirklich hundemüde bist. Das gehört nun mal dazu.