Leise rieselt der Schnee…Ach nein es ist ja gar kein Schnee. Es sind Unmengen an Schüppchen, die da den Kopf des Nachwuchses zieren.  3 bis 4 % aller kleinen neuen Erdenbürger haben den sogenannten Kopfgneis. Mediziner sprechen hier von einem seborrhoischen Ekzem.

Doch was genau ist Kopfgneis?

Der Kopfgneis ist eine verschuppte Kopfhaut bei Babys. Die Schuppen sind weißlich-gelb bis hin sogar zu einem edlen Braunton.

Ist das nicht Milchschorf diese schuppige Kopfhaut? Das denkst nicht nur du, sondern leider auch viele anderen. Milchschorf ist etwas ganz Anderes. Daher mache dich mit den Unterschieden vertraut.

Kopfgneis ist nur vorübergehend und gänzlich ungefährlich.

Warum haben manche Babys ein seborrhoisches Ekzem?

Woher der kleine Kopfgneis kommt hat er noch niemanden so genau verraten. Es lässt sich aber stark vermuten, dass es mal wieder unter anderem die lieben Hormone mit zu verantworten haben. Durch die kleinen Freunde geben die Talgdrüsen richtig Gas. Vermutungen zu Folge kann es auch eine Reaktion auf Hautpilze sein.

Du darfst nie vergessen, auch ohne Hauterkrankungen haben wir ja gewisse Bakterien und Keime auf der Haut. Keime können nicht nur schädlich sein, sondern auch eine schützende Flora darstellen.

Jungs sind häufiger betroffen als die Mädels. Ist ja auch logisch: Frauen sind eben das hübschere Geschlecht.

Was sind die Risiken und Nebenwirkungen?

Viel zu sagen gibt es nicht, denn der Kopfgneis hat wenig Komplikationen im Gepäck. Lediglich kann es bei Kratzen und somit verletzen der Kopfhaut zu Entzündungen kommen.

Wie wird man den Kopfgneis wieder los?

Da der Kopfgneis ungefährlich ist, kann man ganz getrost abwarten bis er alleine wieder verschwindet. Das ist meist nach dem 3. Lebensmonat. Wem das aber nicht schnell genug geht, der kann die Schuppen mit Klettenwurzelöl oder Weizenkleie einfach aufweichen und herauskämmen.

Achtung, Achtung: Verwechslungsgefahr

Auch wenn sich beide optisch ähneln, sind sie dennoch zu unterscheiden: Kopfgneis und Milchschorf. Leider ist im Volksmund der Kopfgneis als Milchschorf etabliert ist aber etwas gänzlich anderes.

Kriterium Kopfgneis  Milchschorf
Beginn In den ersten
Lebenswochen
Meist nach dem
3. Lebensmonat
Dauer heilt meist nach dem
3. Lebensmonat ab
( kann aber auch länger
bestehen bleiben)
mehrere Monate
bis zu 2 Jahre
Aussehen talgige, weiche Schuppen,
darunter die Haut gar nicht
bis leicht gerötet
harte Schuppen, Haut deutlich
gerötet, nässend, oft blutig
gekratzt
Lokalisation behaarte Kopfhaut Gesicht – vor allem Wangen,
behaarte Kopfhaut
Allgemeinbefinden kaum beeinträchtigt stark beeinträchtigt
Juckreiz kaum Juckreiz stärkerer Juckreiz
Therapie Therapie nicht notwendig,
Ablösen der Krusten
Behandlung des Juckreizes,
Ablösen der Krusten