Wenn es auf dem natürlichen Wege nicht klappt, dann kommt oft nur noch eine künstliche Befruchtung in Frage. Die IVF oder auch In-vitro-Fertilisation wie sie ausgeschrieben heißt, ist eine Methode wie es zu einem Wunschkind kommen kann.

Dir ist vielleicht der Begriff Retortenkind oder Reagenzglaskind schon öfters begegnet. Bleiben wir hier aber beim Begriff Wunschkind denn die anderen Begriffe klingen sehr negativ.

Das Prinzip der IVF ist simpel. Eizelle und Spermien werden in eine Schale außerhalb der Gebärmutter auf ein Blinddate eingeladen und dort finden sie auf neutralem Boden im besten Falle zueinander und werden dann als zusammengeschweißtes Paar die Villa Gebärmutter beziehen.

Der genaue Ablauf

Wie bei fast allen Methoden der künstlichen Befruchtung wird mittels von einer kleinen Hormondröhnung die Eizellenproduktion angeregt. Wenn die Eibläschen dann etwa 18mm im Durchmesser sind wird mit hCG der Eisprung ausgelöst. Nach etwa 36 Stunden werden dann die vielversprechendsten Eizellen entnommen.

Hier hast du dann die Wahl, ob du während der Eizellenernte schlafen möchtest oder doch lieber wach sein magst

Die Eizellen ziehen dann in ihr kurzweiliges Zuhause im Labor. Der Mann gibt zeitgleich sein Sperma ab, er sollte 4 Tage vorher weder Hand angelegt noch anderweitig ejakuliert haben. Im Café „Zur Nährlösung“ treffen dann Eizelle und Spermien aufeinander. Wenn sich dann die Eizellen und Spermien vereint haben und sich Embryonen bilden, werden maximal 3 befruchtete Eizellen mit einem dünnen Schlauch in die Gebärmutter geleitet.

Die Nachsorge

Direkt nachdem die Eizellen den Weg in den Uterus gegangen sind sollte die hoffentlich bald schwangere Mutti sich 2 bis 3 Tage schonen. Das bedeutet kein Stress, keinen Sex und erst recht keine körperlich schweren Arbeiten. Da kann auch ruhig der Partner mal etwas im Haushalt tun, wenn er das nicht ohnehin schon tut.

Ab dem Einzug der Eizellen in ihr neues Zuhause wird Progesteron verabreicht, um es den kleinen Embryonen wohnlicher zu machen. Nach diesen 14 Tagen kommt dann der lang ersehnte Test, ob die Embryonen die Villa Uterus als festen Wohnsitz gewählt haben oder doch wieder ausgezogen sind.

Warum eine IVF?

Einem Kind auf diesem Wege das Leben zu schenken kann viele Gründe haben. Beispielsweise die Eileiter nicht durchgängig sind oder komplett fehlen. Auch Endometriose kann ein Grund sein. Oft hilft man auch so nach, wenn der Mann nur beschränkt zeugungsfähig ist oder aus unerklärlichen Gründen das Paar kinderlos ist.

Mögliche Komplikationen

Was kann alles passieren und schiefgehen? Mal davon abgesehen, dass es nie eine Garantie gibt, dass es zu einer Schwangerschaft kommt kann es durch die Hormone zu einer Überstimulation kommen. Das äußert sich dann durch Unterleibschmerzen, einen erhöhten Östrogenspiegel und auch zu vergrößerten Eierstöcken. Da auch bis zu 3 Eizellen in die Villa Uterus einziehen, kann es zu einem mehrfachen Babyglück kommen.

Wo groß sind die Chancen durch eine IVF schwanger zu werden?

Beim ersten Versuch liegt die Erfolgsquote bei 28%, nach 4 Versuchen sind 70% der Frauen schwanger. Ist eine Frau im besten Alter, also 40 oder älter, so liegt die Quote natürlich niedriger.

Wie du siehst gibt es bei dieser Methode für viele Damen die Chance endlich Mama zu werden.