ICSI – Intracytoplasmatische Spermieninjektion

ICSI klingt ja doch irgendwie schöner als wenn man von einer künstlichen Befruchtung spricht – auch wenn es eine Art der künstlichen Befruchtung ist.

Was genau ist eine ICSI?

Bei einer ICSI ist zunächst das Vorgehen gleich wie bei einer IVF. Durch Hormongabe wird die Eizellenfabrik auf Hochtouren gefahren mit hCG dann der Eisprung ausgelöst und die Eizellen entnommen.

Der Mann gibt eine Samenspende ab, entweder durch ein Date mit der eigenen Hand oder durch eine OP. Da werden dann entweder die Hoden angestochen (TESE= Testikuläre Spermienextraktion) oder die Nebenhoden (MESA= Mikrochirurgische epididymale Spermienaspiration). Egal wie. An die Jungs kommt man immer. Wenn man mag kann den Rest der Probe auch tiefgefroren werden.

Danach werden Eizelle und Spermien zusammengebracht. Bei der ICSI wird ein Spermium direkt in die Eizelle gespritzt. Wenn sich dann auf den beiden Turteltäubchen ein kleines Zellbündel entwickelt, ziehen sie in die Villa Uterus ein.

Nachsorge

2 bis 3 Tage nach dem Transfer heißt es für die Frau: Sei eine Königin. Keine Anstrengung, also vom Partner schön verwöhnen lassen.

14 Tage nach Transfer erfolgt auch wie der IVF eine kleine Progesteron-Kur. Und nach den 2 Wochen dann der Test mit einem hoffentlich positiven Ergebnis.

Wie groß ist die Erfolgsrate?

Die Chancen, dass das kleine Zellbündel gekommen ist um zu bleiben liegt bei 28% pro Versuch.

Für wen eignet sich eine ICSI?

Die ICSI ist die Lösung zum Problem eines Mannes. Wenn ein Mann unfruchtbar ist dann kann die ICSI helfen. Ein zweiter Grund ist noch, wenn eine IVF vorher gescheitert ist.

Die Risiken

Durch diese tollen Hormonkuren besteht die Gefahr, dass man ein Überstimulationssyndrom entwickelt.

Genau wie bei der IVF kann es auch zu einer Mehrlingsschwangerschaft kommen.

Wenn du dir schon immer Zwillinge oder Drillinge gewünscht hast. Könntest du hier viel Glück haben, dass sich dieser Wunsch erfüllt.