Hormontherapie

Hormontherapie

Manchen Frauen bleibt zunächst einmal das Kinderglück verwehrt. Doch jeder ist seines Glückes Schmied, oder wie sagt man doch so schön? Wenn Mutter Natur streikt, so bekommt sie einen kleinen Tritt in den wohlgeformten Hintern und schubst sie in die richtige Richtung. Eine kleine hormonelle Unterstützung kann zum Familienglück verhelfen.

Wann macht eine Hormontherapie Sinn?

Ein hormoneller Schupser macht nur dann Sinn, wenn das Problem bei der Frau liegt.30 bis 40% der Frauen haben hormonelle Defizite. Sollte so zum Beispiel die Eizellenreifung gestört sein oder auch der Monatszyklus einer Achterbahnfahrt gleichen und alles andere als regelmäßig sein so kann man das mit ein paar Hormonen regeln. Auch eine Eizelle kann man zum Springen zwingen in dem man ein wenig in die Hormonkiste greift.

Wodurch kommen solche Störungen zustande?

Oft sind solche Störungen eben hormonell bedingt. Sei es durch einen erhöhten Prolaktinspiegel, welcher dazu führt, dass das Ei nicht aus dem Stock hüpft oder auch durch Störungen der Schilddrüse. Auch Medikamente, Tumorerkrankungen, Stress oder auch zu viele männliche Hormone sind oft der Übeltäter für einen unerfüllten Kinderwunsch.

Wie zu viele männliche Hormone? Wie kann das sein? Das passiert beispielsweise bei Übergewicht. Und lässt sich daher auch oft durch eine kleine Abspeckserie wieder regulieren. Auch der Faktor Stress lässt sich durch einen Ausgleich ausschalten.

Woher weiß eine Frau denn nun woran es mit dem Kinderkriegen scheitert?

Sherlock Holmes sieht natürlich die komplette Einheit. Sowohl die Frau als auch den Mann. Sollte der Mann Probleme mit seiner Fruchtbarkeit haben, so kann die Frau da natürlich wenig dran ändern. Also gilt es erstmal auszuschließen, dass die Kampftruppen des Mannes unsportlich, träge, faul oder krank sind.

Danach geht es weiter zur Frau.

Wie funktioniert denn die Spurensuche bei der Frau?

Erstmal schaut man die rasant der Zyklus ist. Ist er regelmäßig? Wie lang ist der Zyklus? Gibt es einen Eisprung. Man nennt das auch Zyklusmonitoring. Zusätzlich wird die Frau angezapft um im Blut die Hormone zu kontrollieren. Und die dritte Komponente ist der Ultraschall. Hier kann der Arzt des Vertrauens nämlich schauen wie sich die kleinen Eibläschen so machen in ihrem wohlbehüteten Eierstock. Aber auch wie eure Hoheit Uterus seine Schleimhaut aufbaut lässt sich so wunderbar beobachten. Kontrolle des weiblichen Zyklus auf Schritt und Tritt.

Hormonhaushalt in Schieflage – was nun?

Wie funktioniert so ein hormoneller Tritt in den Allerwertesten? Eine Hormontherapie beinhaltet 3 Schritte.

Schritt 1: Den süßen Eizellen mittels Clomifen oder FSH beim Heranreifen helfen. Das geht mit Tabletten oder Spritzen. Beginnen tut man damit 3 Tage nach Beginn der Erdbeerwoche.

Schritt 2: Danach wird, wenn die Eizellen reif sind der Eisprung mittels hCG ausgelöst. Das passiert aber nur, wenn das Ei nicht von alleine aus dem Nest will.

Schritt 3: Liebe machen. Der Arzt sagt einem auch wann der ideale Zeitpunkt ist.

Klar denkst du dir jetzt: „Sex nach Plan, wie unromantisch“. Natürlich ist Romantik etwas Anderes, aber man kann es sich zumindest romantisch machen. Es soll ja auch schön und entspannt sein.

Risiken und Nebenwirkungen des Hormonputsches

Jede Frau kennt Hormone und ihre Nebenwirkungen. Selbst ohne sie noch einzunehmen oder sich zu spritzen können einer Frau die Hormone echt zu schaffen machen. So kann es zu Hitzewallungen, Kopfschmerzen und auch depressiven Verstimmungen kommen. So müssen sich also die Wechseljahre anfühlen.

Immerhin kannst du dir so schon einmal ein Bild davon machen, was dich später mal erwartet. Sieh es also positiv.

Aufgrund der Nebenwirkungen nimmt man nur so wenig Hormone wie möglich aber so viele wie nötig.

Ein Hormonbraten kommt selten allein

Jeder Eingriff in die Natur birgt auch ein Risiko. Für manche ein Risiko, für andere sogar ein Traum ist die Mehrlingsschwangerschaft. Wo viele reife Eizellen warten, da können auch einige zarte Pflanzen heranwachsen. So steigt die Wahrscheinlichkeit von Zwillingen und Co mit jeder hormonellen Unterstützung.

Bis aufs Letzte ausgereizt, Hormone im Überschuss

Ein zweites Risiko ist das sogenannte Überstimulationssyndrom, kurz OHSS. Wenn die Hormone hochdosiert sind, so beginnt die Eizellenproduktion auf Hochtouren zu laufen. Manchmal ist so ein Eierstock eben sehr übermotiviert. Dadurch kommt es zu sehr vielen und vor allem sehr großen Eibläschen. Zu viele dicke Bläschen in dem winzigen Eierstock sorgt für Platzmangel und somit dann auch leider zu Schmerzen. Auch ein Blähbauch, Übelkeit und Atemnot können Symptome sein. Im Extremfall kann das OHSS lebensbedrohlich werden.

Mach dir keine Sorgen, das ist alles sehr selten. Aber der Richtigkeitshalber wird das OHSS natürlich auch erwähnt.

Man spricht eigentlich nicht über Geld, aber was ist mit den Kosten?

Eine hormonelle Störung der Frau und die daraus resultierende Unfruchtbarkeit der Frau zählt als Krankheit. In Deutschland sind die Krankenkassen verpflichtet die Kosten der Behandlung einer Krankheit zu übernehmen. Das Heißt also im Klartext: Die Krankenkasse zahlt sowohl die Diagnostik, als auch die Hormontherapie.

Sollte die Hormontherapie Anteil einer künstlichen Befruchtung sein, so wird natürlich der hormonelle Kostenfaktor von den Kassen übernommen.

Wie du siehst, wenn man möchte kommt man an sein Ziel. Und immerhin sind die Erfolgsaussichten nicht schlecht. Jede dritte Frau mit einem hormonellen Problem wird nach einer Hormontherapie schwanger.

2017-06-16T10:22:15+00:0029.03.2017|

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