Schatz, ich müsste wieder mal zur Toilette.

Welche Schwangere kennt ihn nicht? Den unaufhaltsamen Harndrang. Ständig muss man die heiligen Keramikhallen aufsuchen. Immerhin führen ca. 95% aller werdenden Muttis diese enge Beziehung zum stillen Örtchen. Für viele ist auch dies das erste Anzeichen einer Schwangerschaft, natürlich neben der Schwangerschaftsübelkeit. Doch woher rührt eigentlich diese absolute Mädchenblase?

Woher kommt die Mädchenblase?

Die Ursachen sind recht simpel. Zum einen ist da natürlich das Gebärmutterwachstum.

Jetzt denkst du sicherlich wieso wächst denn die Gute, wenn das Baby anfangs nur winzig klein ist? Ja, so eine Erbse gibt sich nicht mit einer kleinen Wohnung zufrieden. Ein Schloss muss her. Also wächst deine Gebärmutter, damit der kleine Spross genug Platz hat um später die täglichen Turnübungen durchzuführen.

Aber es gibt auch noch weitere Ursachen, außer der wachsenden Gebärmutter. Denn was wächst denn auch gleichzeitig? Ganz genau: das Kind. Und alles was wächst braucht Platz. Also drücken Gebärmutter und Kind auf die darunterliegende Blase, weshalb man dann selbst bei einem niedrigen Füllstand den Keramikthron aufsuchen muss. Da denkt man die Blase sei kurz vorm Platzen und dann ernüchternde 2 Tropfen.

Ein weiterer Grund ist ganz klar, wie auch für viele andere Symptome, die Hormonumstellung. Ach ja die lieben Hormone. Sie richten ein totales Chaos an. Aber was soll’s? Es ist ja für einen guten Zweck. Und oft Pipi machen ist zwar nervig aber tut nicht weh.

Hinzu kommt, dass die Frau während der Schwangerschaft mehr Blut hat, was sie ja auch braucht, da sie ja noch einen Winzling mitversorgen muss. Dadurch werden auch die Nieren angeregt. Sie arbeiten auf Hochtouren um mehr Abfallstoffe möglichst zügig hinaus zu filtern. Denn auch der kleinste Wurm produziert Abbauprodukte.

Wird das besser in Laufe der Schwangerschaft?

Dieser Zustand kann sich zwischen dem 5. und dem 7. Monat etwas bessern, hält aber nicht lange an, da das Kind ja dann richtig groß wird und öfters die Blase als Trampolin oder bequemen Sessel benutzt.

Jetzt ist natürlich die große Frage: Kann man etwas dagegen tun? Die Antwort lautet: Nein! Man kann es nicht ändern. Es hat halt auch seinen Sinn und Zweck so häufig pinkeln zu müssen. Nicht nur, dass die Giftstoffe schnell ausgeschieden werden, sondern es hat auch den Vorteil, dass die Harnwege immer schön freigespült und Bakterien hinaus gespült werden.

Ein Tipp: Egal wie nervig es ist, immer und überall zum Klo zu müssen, trinken ist dennoch wichtig. Und bei Harndrang auch unbedingt zur Toilette gehen und nicht zurückhalten. So schützt du dich vor Harnwegsinfekten, wie Blasenentzündungen. Ein weiterer Tipp ist: lehne dich nach vorne beim Wasserlassen, um so die Blase vollständig zu entleeren.