Es ist so wunderschön das noch so zarte Glück in den Händen halten zu können. Die kleinen Händchen, die Füße und auch das kleine Köpfchen. Doch manchmal ist es statt apfelrund doch eher birnenförmig. Und später dann ist auch noch ein flacher Hinterkopf da.

Wenn der Kopf vom Nachwuchs nicht einer Kugel ähnelt, sondern eher einer angeditschten Tomate, kann das verschiedene Ursachen haben. Zunächst einmal unterscheidet man aber einen Plagiocephalus von einem Bradycephalus. Beim Plagiocephalus ist die unrunde Stelle eher seitlich, so dass die komplette Kopfform entrundet. So wird quasi aus rund oval. Beim Bradycephalus hingegen ist der Hinterkopf einfach platt.  

Um dir nun erstmal vielleicht Ängste zu nehmen, welche entstehen können: es handelt sich hierbei meist um ein rein kosmetisches Problem. 

Schon vor der Geburt nicht in Topform 

Manche Matschbirnchen kommen schon so zur Welt. Es ist ja auch sehr eng in der Bauchbude und so liegt der Kopf oft dermaßen unkomfortabel, dass es Spuren hinterlässt. Aber auch der Geburtskanal ist nicht gerade leicht zu passieren. Der weiche Schädel kann auch hier aus der Form kommen. 

Nach dem der Wurm das Licht der Welt erblickt hat, ist meist die Schlaf- und Liegeposition schuld an einem entrundeten Köpfchen. Die Rückenlage ist sehr wichtig um das Risiko des plötzlichen Kindstods zu verringern, aber kann bei manchen Kindern den Kopf leicht verformen. 

Auch ein Schiefhals kann dazu führen, dass aus rund oval wird. 

Bevorzugte Babys  

Es gibt ein paar kleine Eigenschaften, die verformte Babyköpfe begünstigen: 

  • Männlein werden bevorzugt 
  • Erst- und auch Frühgeborene sind öfter betroffen 
  • Logisch auch: Zangen- oder auch Saugglockengeburten 
  • Kleine Kinder die dauerhaft im Relaxmodus sind. Oder auch faule Würmchen. 
  • Kinder, die von Anfang an eine Lieblingsposition 

Wann tritt das volle Ausmaß auf? 

Mit 4 Monaten ist die Deformität meist am ausgeprägtesten und verschwindet in der Regel bis zum 2. Geburtstag. 

Kann man vorbeugend handeln? 

Oft liegen Babys so, dass sie etwas anschauen können. Wenn das Babybettchen neben Mama steht, so wird der Kopf natürlich eher in Mamas Richtung gedreht als zur Wand. Nun heißt es: einfach mal das Kind mit dem Kopf zum Fußende legen und schon guckt das Kind zur anderen Seite.  

Ist das Kind wach, so kann man den Nachwuchs ruhig mal etwas auf dem Bauch drehen. Es ist nicht nur gut bei Bauchweh, Blähungen und kräftigt die Rückenmuskulatur, es hilft auch das kleine Schädelchen mal etwas zu entlasten. 

Bei Fläschchen geben kann es auch sehr hilfreich sein, das Kind einfach mal in den anderen Arm zu nehmen. 

Es gibt noch spezielle Kissen um vorzubeugen oder auch zu korrigieren. Ob diese jedoch etwas bringen ist fraglich. Die einen sagen ja die anderen wiederum nein. 

Wie bekommt der Zwerg denn wieder ein schönes, rundes Köpfchen? 

Zunächst einmal muss ein Arzt schauen, woran es liegt und vor allem, ob keine Kraniosynostose vorliegt. Dabei handelt es sich um eine frühzeitige Verknöcherung des kleinen Schädels. Die ist Gott sei Dank sehr selten. 

Man kann nicht arg viel tun. Immer wieder das Kind im Schlaf drehen und wenden wie ein Bratwürstchen ist schon mal ein Anfang. Auch Bauchlage oder Tragetuch sind sehr sinnvoll, da dann der Kopf entlastet ist. Man kann zusätzlich auch noch Physiotherapie machen. Osteopathie und Craniosacraltherapie können durchaus sinnvoll sein.  

Eine radikale Maßnahme ist eine Orthese. Ein Helm, welcher 21 Stunden am Tag getragen werden muss und das für 2 bis 3 Monate. 

Also sollte dein Kind auch einen flachen Hinterkopf haben, so mache dir keine Sorgen. Denn wie vieles verwächst sich auch das bei einem Baby. Und das Wichtigste ist ja auch, dass es sich nur um ein kosmetisches Problem handelt und das Kind ansonsten gesund ist oder?