Schwanger! Auserkoren neues Leben in die Welt zu tragen. Schnell kommt dann auch die Frage auf: Was kann ich dem ungeborenen Schatz Gutes tun? Damit aus dem kleinen Zellklumpen ein ganzer Mensch heranreifen kann, möchte man als Mutti in spe natürlich beste Voraussetzungen schaffen.

Beste Entwicklungschancen fangen bei der Ernährung an

Während der Schwangerschaft gibt es ein paar Dinge, die eine Mami in spe beachten sollte. Es gibt zwei verschiedene Kategorien von Essen in der Schwangerschaft: Wichtige und unbedenkliche Nahrungsmittel und natürlich solche, auf die man verzichten sollte, auch wenn es schwerfallen könnte.

Zunächst einmal die wichtigen und gesunden Dinge, die eine Schwangere sich im Munde zergehen lassen kann und auch sollte.

Wichtige Mineralstoff- und Vitaminlieferanten

Nicht nur in anderen Umständen, sondern immer gilt ja sich ausgewogen zu ernähren. Dazu zählen Obst, Gemüse, Milchprodukte, Fisch und Fleisch. Da das kleine Würmchen ja ein kleiner Wonneproppen werden möchte braucht es Nährstoffe.

Folsäure und Jod

Gerade zu Beginn der Schwangerschaft ist Folsäure von großer Bedeutung. Sollte man ein Kind planen so sollte man bereits hier auf genug Folsäure achten. Folsäure gibt es natürlich auch als Pilleken aber auch Mutter Natur hat in einigen ihrer Werke Folsäure eingebaut. Beispielsweise in Soja, Weizenkeimen, Kohl und Tomaten findet man Folsäure. Dieses Vitamin ist wichtig für die Neuralrohrentwicklung.

Auch Jod spielt eine wichtige Rolle in der Schwangerschaft. Es findet sich vor allem in jodierten Speisesalz und Meeresfischen, vor allem in Thunfisch. Jedoch sollte man hier nicht zu große Mengen von verzehren.

Solltest du als Mutti Probleme mit der Schilddrüse haben, solltest du das Thema Jod mit deinem Arzt vorher besprechen.

Vitamin C und Eisen

Vitamin C ist in allen Phasen des Lebens ein wichtiger Begleiter. Schon als Kind hört man ja immer: „Iss mehr Obst, du brauchst Vitamine“. Das Vitamin C findet man in allen Zitrusfrüchten. Also ist man da als Schwangere sehr flexibel, ob nun Himbeeren, Kiwis, Orangen oder Ananas. Ein Glas Orangensaft reicht meist um den Tagesbedarf zu decken.

Und was braucht man um stark zu werden? Wenn man zumindest an Popeye zurück denkt wird man durch Spinat sehr stark. Das ist nicht ganz richtig. Aber Spinat und alle anderen grünen Gemüse sind neben Vollkornprodukten gute Eisenlieferanten. Eisen wird zur Blutbildung benötigt.

Fisch und Fleisch

Fisch enthält wichtige Omega Fettsäuren und auch Jod und sind somit auch wichtig für die Entwicklung eines Babys. 1 bis 2 Mal die Woche Fisch reicht aber voll und ganz aus, denn wie sagt man so schön? Alles ist gesund, solange es in Maßen ist.

Genauso verhält es sich mit Fleisch. Fleisch enthält wichtige Proteine und Fette, was aber nicht heißt, dass man sich jeden Tag von Fleisch ernähren muss.

Was sind Tabus in der Kugelzeit und warum sollte eine Schwangere auf gewisse Dinge verzichten?

Zum Thema Zigaretten und Alkohol braucht man wohl nichts sagen, sowohl in als auch außerhalb einer Schwangerschaft. Doch wie sieht es mit Mettbrötchen, Energydrinks, Kaffee oder Sprossen aus?

Warum sind Schwangere für manches anfälliger? Ganz einfach. Der Körper hat so viel mit dem Umbau der körperlichen Gegebenheiten und der Versorgung des Bauchzwerges zu tun, dass das Immunsystem etwas schwächer ist als sonst. Daher ist das Risiko sich mit etwas zu infizieren einfach höher.

Fleisch und sein Kollege Fisch

Bezüglich Fleisch und Fisch ist es ganz wichtig, dass es nicht roh ist. Das heißt kein Sushi mit rohem Fisch, kein Steak medium und auch kein Mett- oder Tatarbrötchen. Warum nicht? Recht simpel. Roher Fisch und rohes Fleisch enthalten Bakterien. Darunter können auch solche sein, die Toxoplasmose auslösen können, welche für das Kind gefährlich werden kann. Durch Erhitzen sterben viele Bakterien ab.

Auch wenn du ein riesiger Sushi-Fan bist, so wirst du es schaffen die 9 Monate auf all das zu verzichten. Für sein Ungeborenes Glück macht man das auch gerne. Außerdem kannst du nach der Schwangerschaft wieder Sushi essen ohne Ende. Wie sagt man noch? Vorfreude ist ja immerhin auch die schönste Vorfreude.

Auch bei Käse gibt es etwas zu beachten

Auch in Milch sind Keime enthalten, daher ist es wichtig, dass alle Milchprodukte pasteurisiert sind. Sie können den Keim Listeria monocytogenes enthalten, welches eine Listeriose hervorrufen kann. Das bedeutet konkret: kein Käse aus Rohmilch.

Woher weiß man denn nun, welcher Käse aus Rohmilch gemacht ist? Das ist relativ einfach: Es muss draufstehen. Ist ein Käse aus Rohmilch hergestellt worden, so steht auch auf der Packung. Meist sind das Weichkäsesorten. Schnittkäse wie Gouda und Edamer sind in der Regel aus pasteurisierter Milch.

Auch sollte man lieber abgepackte Sachen kaufen, da man bei den Frischetheken nie weiß, wie hygienisch dort gearbeitet wird.

Sprossen und Keimlinge für den Bauchspross?

Sprossen und Keimlinge sollten vor dem Verzehr immer erhitzt werden um gegebenenfalls Bakterien abzutöten. Auch Gemüse, insbesondere Salat immer gründlich abwaschen um auch hier das Risiko von Toxoplasmose zu minimieren.

Lecker Pilze

Bei Pilzen tun sich bei so einigen die Geschmacksknospen auf. Doch Vorsicht bei Waldpilzen. Sie sollten nur in geringen Mengen verzehrt werden während der Kugelzeit.

Wenn du nun aber ein passionierter Pilzgourmet sein solltest, so iss in der Schwangerschaft einfach Zuchtpilze. Also Champignons und Co, welche du ja in jedem Supermarkt bekommst.

Was man wann, wie oft und ob man es überhaupt isst, bleibt jedem selbst überlassen

All diese Aspekte dienen dem Schutz und der Gewährleistung einer optimalen Versorgung des kleinen Wesens namens Baby. Es sind alles Faktoren, welche Risiken minimieren und die kindliche Versorgung optimieren können. Aber nichts in Stein gemeißelt. Was eine werdende Mutter aus ihrem Wissen über diese Fakten macht, bleibt allein ihr überlassen.