Jede Frau hat ihn und jede Frau, die sich ein Baby wünscht, weiß wie wichtig er ist: Der weibliche Zyklus. Grob erklärt besteht er aus der Erdbeerwoche, dem Eisprung und ein paar Tagen dazwischen. Wichtig für das Mamawerden ist ganz klar der Eisprung, denn ohne Eizelle, kein Baby.

Wann ist denn nun der Eisprung?

Im Durchschnitt ist ein Zyklus 28 Tage lang. Er beginnt mit dem ersten Tag der Menstruation und endet auch mit der darauffolgenden Periode. Ungefähr in der Mitte, also Tag 13 oder 14 passiert es dann. Plöpp! Da entspringt eine Eizelle. Doch das trifft nicht auf jede Frau zu. Der Eisprung kann auch früher oder später sein, genau wie die Länge eines Zyklus von Frau zu Frau variiert. Auch kann es Zyklen geben, bei denen kein Ei aus dem Nest fällt.

Woher weiß man denn genau wann der Eisprung ist?

Es gibt verschiedene Methoden um zu wissen, wann und ob eine Frau einen Eisprung hat.

Basaltemperatur-Methode

Da gibt es einmal das Messen der Basaltemperatur. Klingt kompliziert, ist es aber nicht. Man misst einfach jeden Morgen die Temperatur. Am besten im Po oder in der Scheide. An 3 aufeinanderfolgenden Tagen muss die Temperatur um mindestens 0,2 bis 0,4°C höher sein als in den 6 vorangegangen Tagen. Das ist dann ein Zeichen, dass in der Zeit das Ei aus dem Stock geplöppt ist. Die Temperatur steigt nämlich 1 bis 2 Tage nach dem Eisprung an. Man kann das alles dann in einer Art Tagebuch oder Tabelle festhalten.

Wichtig ist es, dass man morgens immer um die gleiche Zeit misst und vor allem muss man vorher mindestens 5 bis 6 Stunden geschlafen haben. Sonst kann es zu Temperaturschwankungen kommen. Auch muss man beachten, dass der Ort wo man sich befindet eine Rolle spielt. Logisch oder? Ob im kühlen Deutschland oder in Afrika macht einen Unterschied. Auch können Alkohol, Medikamente oder Erkrankungen die Temperatur verändern.

Nach einer gewissen Zeit des Messens, hat man das Schema vom eigenen Zyklus erkannt und weiß, wann der Eisprung stattfindet. Der ideale Zeitpunkt ist dann 1 bis 2 Tage vor dem Eisprung um mit dem Matratzensport zu beginnen.

Ovulationstest

Einfacher, aber dafür auch kostspieliger sind da Ovulationstests. Die bekommt man im Internet, Apotheken und Drogerien. Sie messen den LH-Wert im Urin. LH steht für luteinisierendes Hormon, welches im Falle eines Eisprungs vermehrt ausgeschüttet wird. Ein LH-Anstieg bedeutet also, dass sich ein Ei aus dem Nest verdrückt hat. Um zu wissen wann man beginnt zu testen, schaut man einfach wie lang ein Zyklus. So fängt man bei einem durchschnittlichen Zyklus ab Tag 10 ca. an zu testen. Ist der Zyklus länger oder kürzer, so fängt man früher oder später an zu testen. Diese Tests sind sehr genau, wobei es auch da laut Erfahrungsberichten von Hersteller zu Hersteller Unterschiede gibt.

Natürliche Anzeichen eines Eisprungs

Es gibt Frauen die spüren, wann eine Eizelle auf die Reise geht. Ein Eisprung kann zu Unterleibsschmerzen führen. Auch anhand des Zervixschleims kann man eventuell einen Eisprung identifizieren. Meist ist der vaginale Ausfluss weiß. Kurz vor dem Eisprung-Spektakel wird er milchig, bis er sich dann im Zeitraum des Eisprungs dünnflüssig und klar präsentiert. Da dies aber nicht bei allen weiblichen Geschöpfen der Fall ist, gilt es als eine sehr unsichere Methode um den Eisprung dingfest zu machen.

Welche Methode für dich die Beste ist, musst du für dich selbst entscheiden. Am sichersten ist natürlich der Ovulationstest. Er ist sicher und sehr einfach durchzuführen. Die Basaltemperatur-Methode ist sehr zeitaufwändig, dafür aber günstig. Viele Paare verzichten komplett darauf und üben einfach so. Sex ist ja auch nicht nur Mittel zum Zweck, sondern auch die schönste Nebensache der Welt.