Eine von vielen Fragen, die sich eine Mutti stellt: Kriegt meine kleine Alarmanlage, wenn sie losgeht einen Notaus-Schnuller oder nicht?

Der Großteil aller Babys bekommen ihn. Das Wichtigste für eine Mama ist jedoch nicht, ob ein Kind einen Nucki bekommt, sondern ob er gut für den Winzling ist. Bei den ersten Zähnen hört man ja immer wieder, dass ein Nucki Zahnfehlstellungen macht.

Pro- und Kontraargumente

Der Schnuller hat so schon so ein paar Vorteile. Er heißt beispielsweise nicht umsonst Beruhigungssauger. Er hat die Macht ein Kind zu beruhigen. Auch stimuliert er den natürlichen Saugreflex, welcher ja immerhin sehr wichtig ist, denn über das Saugen bekommt der kleine Spross ja immerhin seine Mahlzeiten. Klar kann man als Mama all das auch durch das Anlegen an die Brust erreichen, aber für unterwegs ist der Nucki einfach viel, viel praktischer. Außerdem ist ein Schnuller immer noch besser als ein Daumen. Ein Daumen ist deutlich härter und passt sich den Kiefer- und Gaumengegebenheiten nicht an.

Und sind wir mal ehrlich: einen Schnuller abzugewöhnen ist deutlich einfach. Einen Schnulli kann man ja sofort wegnehmen, einen Daumen müsste man ja wegzaubern oder amputieren. Also auch hier siehst du ist es besser einen Schnuller zu benutzen statt, dass der Knirps ein Daumenlutscher wird.

So praktisch er aber auch ist, so birgt er natürlich Risiken. Das größte Risiko besteht in Zahn- und Kieferfehlstellungen. Auch wenn einige es als Teenie ja beinahe als Statussymbol gewertet haben, so ist immer besser eine Zahnspange vermeiden zu können. Da der Kiefer noch sehr weich ist kann nämlich der Schnulli verhindern, dass die kleinen ersten Beißerchen gerade wie eine 1 aus dem Kiefer sprießen. Auch der weiche Gaumen kann sich deformieren durch einen Schnuller.

Es kann auch passieren, dass das Kind Sprachstörungen entwickelt und zu einem kleinen Lispler wird.

Die richtige Dosierung und die Form sind wichtig

Um dein Kind also davor zu bewahren ein lispelnder, mit Drahtesel im Mund geschmückter Teenie zu werden, ist es wichtig, dass du die Droge Schnuller gut dosierst und auch darauf achtest, was für ein Accessoire die Schnute deines Kindes schmückt.

Der heilige Schnuller sollte kiefergerecht geformt sein und am besten aus Latex, da dieses Material am flexibelsten ist. Da aber, wie ja vielen bekannt ist auch eine Latexallergie nicht selten ist geht auch ein weicher Silikonsauger.

Doch es zählt nicht nur die Qualität des Schnulli, sondern auch viel mehr die Quantität der Benutzung.

Man sollte seinem Kind nicht ständig den Nuckel in die zuckersüße Schnute schieben, nur, weil es bequem ist oder es süß aussieht. In den ersten Lebenswochen sollte man auf jeden Fall auf den beruhigenden Begleiter verzichten. Danach sollte er tatsächlich nur zur Beruhigung oder zum Einschlafen gegeben werden.

Das bedeutet konkret: Ist dein Sprössling wach und entspannt, so braucht er auch keinen Schnuller.

Experten empfehlen auch, nach dem ersten Lebensjahr den Schnuller abzugewöhnen. Sollte man vorher bereits merken, dass die Zähnchen nicht gerade wachsen, so sollte man sofort den Schnuller abgewöhnen.

Sollte man sich entscheiden, seinem Kind dieses kleine Goodie länger zu gönnen, so ist stets darauf zu achten, dass das Kind nicht mit Nuckel im Mund spricht, denn so entstehen Sprachstörungen. Außerdem haben wir ja alle mal den einen Satz gehört: Mit vollem Mund spricht man nicht!

Die richtige Handhabung eines Schnullers

Ein Schnuller braucht natürlich Pflege. Und wer hat es nicht bereits gesehen. Einen Moment nicht aufgepasst und zack, fliegt der Schnuller aus dem Kinderwagen. Der größte Fehler der Eltern: Schnuller aufheben, einmal abschlecken und dem Kind wieder in die Schnute schieben. Größter Fehler überhaupt. Aber warum? Ganz einfach, die Keimflora eines Erwachsenen im Mund ist viel höher als die eines Kindes, so kann also ganz schnell kommen, dass das Kind sich mit Keimen ansteckt, die nicht in den Mund eines Kindes gehören. Beispielsweise Herpes.

Mag sein, dass du noch keinen Herpes hattest, aber die Wahrscheinlichkeit, dass die Viren bereits mit dir herumschleppst ist groß. Also wenn der Nuckel herunterfällt, unter Wasser abspülen.

Nützliche Helferlein

Damit es aber erst soweit gar nicht kommt und man dann in einem Dilemma steckt, sollte man immer einen Ersatzschnuller mithaben, welcher natürlich sauber aufbewahrt wird. Sei es in einer Tüte oder einer extra Schnullerbox, welche man in jedem Drogeriemarkt bekommt.

Am Anfang ist eine Schnullerkette auch eine gute Sache um zu verhindern, dass der Schnuller Bekanntschaft mit dem Boden macht. Wenn ein Kind jedoch agiler und motorisch affiner wird, so wird auch so ein nettes Kettchen zum Spielzeug umfunktioniert und der Schnuller fliegt samt Kette in den Dreck.