Sobald der Nachwuchs die Fortbewegung für sich entdeckt hat, ist nichts mehr vor ihm sicher. Alles muss in einer abenteuerlichen Erkundungstour begutachtet werden. Weder Mama noch Papa können immer und überall sein, und da auch bei ihnen keine Augen am Hinterkopf wachsen, muss das Haus kindersicher gemacht werden.

Um bereits eines vorweg zu nehmen: Selbst die fürsorglichsten Eltern schaffen es nicht rund um die Uhr ein Auge auf den Nachwuchs zu haben. Auch dort kommt es hin und wieder mal zu einem kleinen Missgeschick. Setz dich also nicht unter Druck oder denke du seist eine schlechte Mutter, weil dein Zwerg vor den Tisch gelaufen ist.

Den Anfang macht das Kinderzimmer

Wenn man das traute Heim kindersicher machen möchte, fängt man am besten in den heiligen Prinzen- und Prinzessinnengemächern an. Sicherlich findet man in beinahe allen Kinderzimmern Regale. Für kleine Entdecker dienen diese wunderbar als Klettergerüst, also lautet die Devise: Wand und Regal sollten eine feste Bindung miteinander eingehen. Also ran an die Akkuschrauber und Regal befestigen.

Eine weitere Gefahr lauert oft da, wo es kaum einer erwartet: beim Bett. Bei Babybetten sollte man stets darauf achten, dass diese genormt sind. Warum genormt? Ganz simpel. Damit der Nachwuchs nicht seine Denkmurmel zwischen die Stäbe schiebt und wie Michel aus Lönneberga stecken bleibt. Wird der Zwerg größer und zieht sich am Bettgitter hoch so wird es Zeit die Matratze auf die niedrigste Stufe im Bett zu stellen. Stürze aus dem Bettchen sind nämlich nicht gerade selten.

Um auch im weiteren Entwicklungsverlauf des Sprösslings immer auf der sicheren Seite zu sein, empfiehlt es sich, ein paar Gitterstäbe herauszunehmen. Nicht, dass da noch jemand auf die Idee kommt über das Gitter zu klettern, wenn er wach ist.

Bei etwas größeren Kindern kommt es manchmal zu wilden Träumen und die werden körperlich im Schlaf voll und ganz ausgelebt. Damit auch hier niemand aus den Federn purzelt, kann man zusätzlich Bettgitter montieren. Damit aus dem Träumen kein Albtraum für die Eltern wird.

Nach dem Aufwachen geht es ab ins Bad

Regel Nummer 1: Niemals kleine Zwerge alleine in der Badewanne planschen lassen.
Regel Nummer 2: Gib einem Kind niemals die Möglichkeit die Badezimmertür abzuschließen. Auch wenn das nicht nur für das Badezimmer gilt.
Diese beiden Regeln sind enorm wichtig.
Doch es gibt noch andere Gefahrenquellen in den Keramikhallen. So sollten Kinder niemals Zugang zu Medikamenten oder Kosmetika wie beispielsweise Nagellack und Nagellackentferner haben. Für Erwachsene unverständlich probieren kleine Kinder alles was schön aussieht. Egal wie es riecht oder schmeckt.

Die Waschmaschine und auch den Trockner findet man bei vielen Familien im Bad. Man sollte auch bei diesen beiden Haushaltssklaven sehr achtsam sein. Nichts ist manchmal lustiger, als sich in einer Waschmaschine zu verstecken. Was wie ein Spaß beginnt, kann schnell zu einem gefährlichen Gefängnis werden.

Dinge wie Fön, Glätteisen und Rasierer sollten sich ebenfalls nicht in greifbarer Nähe befinden. Ziemlich alles wird von einem Kind zu einem Spielzeug umfunktioniert.

Ein Bad heißt nicht umsonst auch Nasszelle. Im Bad gibt es viel Wasser, umso wichtiger ist es zu schauen, dass die Wassertemperatur mit einem bestimmten Hahn so gedrosselt wird, dass es nicht zu Verbrühungen kommen kann. Für die die feine Temperaturbestimmung fehlt einem Spross das passende Feingefühl.

Frisch gebadet geht es weiter ins Wohnzimmer

In beinahe jedem Zuhause ist der zentrale Raum das Wohnzimmer. Kleine Spieleinlagen werden dann auch in diesen Raum verlagert. Da schaut man einmal nicht hin, und zack, ist es passiert. Ein Schritt ging daneben und schon knutscht der Sprössling die Tischkante. Schlimmere Verletzungen lassen sich aber verhindern, denn es gibt extra Rundkappen für die Tischecken.

Erwachsen und dennoch lassen sie immer alles herumliegen.

Oh ja, du hast richtig gehört. Nicht nur Kinder lassen ihre Spielsachen immer und überall liegen.

Doch was sollen Mama und Papa so schlimmes herumliegen lassen? Zigaretten und Feuerzeug zum Beispiel. Viele legen diese Utensilien einfach auf den Tisch ohne weiter darüber nachzudenken. Zündeln ist für die meisten Kinder sehr interessant und auch rauchen wie ein Drache aus einem Märchen ist eine Kunst die oft nachgeeifert werden will.

Im Winter spendet er wohltuende Wärme, für Kinderhände aber kann es eine schmerzhafte Hitze werden. Einem Kamin sollte man sein eigenes Areal schenken, in dem man ihn einzäunt. Verbrennungen kann niemand gebrauchen.

Grünes Gift

Viele Wohnzimmer werden durch ein paar Blümchen verschönert, doch einige sind für Kindermäulchen giftig. Und auch Kakteen sind nicht die besten Blumen für einen Haushalt mit Kleinkindern. So kann aus einem Wonneproppen ganz schnell ein Stachelschweinchen werden.

Bei einem Hüngerli ab in die Küche

In der Küche lauern wohl die Gefahren, die die meisten auch als Gefahr erkennen. Herd, Backofen und auch die Besteckschublade können zum Verhängnis werden. Um es sicherer zu machen, gibt es Abdeckplatten für das Backofenfenster, Schutzgitter für den Herd und Herdknopfabdeckungen.

Als Mutti sollte man zusätzlich noch darauf achten, dass die Küchenstühle nicht in unmittelbarer Nähe des Kochareals zu finden sind. Wo ein Stuhl steht, wird geklettert. Wenn man schon einmal beim Thema Stuhl ist: der Kinderhochstuhl sollte kippsicher sein und wirklich gut und feste auf dem Boden stehen.

Für Besteckschubladen gibt es so nette Sicherheitsriegel. Damit kann man nicht nur die Messer für die Kinder unerreichbar machen, sondern kann sie auch wunderbar für das Süßigkeitenlager benutzen. Auch Schokolade braucht Sicherheit vor Kinderhänden.

Wenn man einen Garten hat, gibt es auch dort was zu beachten

Viele Eltern sitzen im Sommer ganz entspannt mit dem Nachwuchs im Garten und entspannen. Man kann seine Augen nun mal nicht überall haben, darum ist umso wichtiger, dass man den größten Gefahren im Garten den Gar ausmacht.

Nicht jeder hat einen, aber wenn er da ist stellt er eine der größten Todesfallen für Kinder dar: der Gartenteich. Da es zu Ertrinkungsunfällen kommen kann, sollte man den Gartenteich absperren oder abdecken. Und auch eine Regentonne kann zu tödlichen Falle werden und sollte mit einem Deckel versehen werden.

Zu jedem Garten gibt ist meist ein Gartenhaus. Dort werden nette Gerätschaften wie Rasenmäher, Heckenschere oder auch Dünger gelagert. Umso wichtiger also es vor Kindern gut zu verschließen.

Damit Kinder das Grundstück nicht ungefragt verlassen, empfiehlt es sich die heimische Grünfläche einzuzäunen.

Allgemeine Safety-Hinweise der Klapperstorch-Crew

Steckdosen sind gefährlich

Es gibt Aspekte die treffen überall zu. Egal ob Haus oder Wohnung, wie zum Beispiel das Thema „Steckdosen“. In manchen Steckdosen ist bereits eine Kindersicherung verarbeitet, ansonsten bekommt man eine Kindersicherung in jedem Baumarkt.

Treppenstürze unerwünscht

Um in einem Haus vom Erdgeschoss ins Obergeschoss zu kommen bedarf es einer Treppe.

Du bist sicherlich selbst als Erwachsene bereits ein paar Mal die Treppe herauf oder heruntergefallen. Einmal unaufmerksam und schon liegt selbst ein Erwachsener auf der Nase.

Für Treppen gilt: macht die Schotten dicht. Es gibt extra Treppengitter. Und wenn wir schon einmal beim Thema Gitter sind: Es gibt diese auch für Türen, so dass man jeden beliebigen Raum für kleine Entdecker unzugänglich machen kann.

Fenster sind nur zum Gucken da

Was es auch noch unbedingt zu sichern gilt: Fenster. Wie oft liest man, dass ein Kind aus dem Fenster gefallen ist. Also wenn noch nicht vorhanden, einfach einen abschließbaren Fenstergriff besorgen. Schnell montiert, kann es schlimme Unfälle vermeiden.

Tag der offenen Tür

Türstopper sind ein wahrer Segen. Mit ihnen hört man vielleicht nicht den Satz: „Mama, ich habe mir die Finger eingeklemmt!“.

Deko gehört nicht auf Kinderköpfe

Nun etwas was überwiegend die Damenwelt betreffen dürfte, da Männer es ja nicht so mit Deko-Artikeln haben. Nichts sieht schöner aus als ein toller Tischläufer mit kleinen Dekoschalen oder Porzellanfiguren darauf. Aus der Perspektive eines Kindes ist das auch super aufregend. Man sieht ja immerhin nur die Tischdecke. Doch was lauert da oben? Einfach mal an der Decke ziehen und schauen was passiert. Damit genau dies nicht passiert: einfach darauf achten, dass von unten der Knirps nicht an der Tischdecke ziehen kann. Ansonsten richten die Dekofiguren schmerzhaften Schaden an.

Da wäre dann noch der wunderschöne Teppich, der so ideal zu dem Regal passt. Doch auch er kann zu Stürzen führen. Sei es durch hochgeklappte Kanten, weil jemand vorher die Füße nicht richtig anheben konnte, oder weil er einfach auf dem Boden hin und her rutscht wie ein Elefant auf einer Bananenschale. Für dieses kleine Problem eignen sich bestens Antirutschmatten. Das ist nicht nur für Kinder von Vorteil.

Vielleicht kennst du das ja selbst von dir zuhause. In Gedanken schlendert man durch die Gemächer und stolpert über seinen eigenen Teppich. So schnell passieren Unfälle. Wie jeder weiß, passieren die meisten Unfälle nun mal im Haushalt.

Tipps zur Unfallverhütung

Um das Unfallrisiko weiter zu senken, kann man aktiv mit seinem Kind an der Prävention arbeiten. Eltern spielen einfach immer wieder den Erklärbären. Woher soll ein Kind wissen was zum Beispiel heiß bedeutet? Einmal unter Aufsicht eine sehr warme Kaffeetasse anfassen lassen hilft um dieses Wort nicht nur zu kennen, sondern es auch zu verstehen.

Dann gibt es noch körperliches Training. Das Üben von Feinmotorik und Geschicklichkeit ist enorm wichtig. So schwebt der kleine Knirps bald über Teppichkanten.

Unfälle durch Spielzeuge lassen sich vermeiden, indem man auf Prüfsiegel achtet. So weiß man, dass diese zumindest auf Stabilität und andere Dinge getestet wurden.

Sie sehen harmlos aus, können aber zu einer Waffe werden: Seile, Gürtel und andere lange Kordeln. Niemals ein Kind unbeaufsichtigt damit spielen lassen. Nicht selten kommt es zur Strangulation.

Sei also behutsam und gib gut Acht, und schaue was dein Kind so macht. Trotz all dieser Vorkehrungen ist es dennoch sinnvoll, wenn du als Mutter immer ein Auge darauf hast, was dein Nachwuchs so treibt. Und wenn trotzdem mal ein kleiner Unfall passiert, mach dir keine Vorwürfe. Niemand ist perfekt und man kann sein Kind leider auch nicht vor allem schützen. Aus einigen Erfahrungen lernt ein Kind ja auch.