Autismus

Autismus

Ein Kind ist mit das schönste Wunder dieser Welt und jedes dieser Wunder ist einzigartig. Es gibt aber Kinder, die ganz besonders sind.  Sie sind nämlich Autisten. Doch was genau ist Autismus? 

Autismus ist eine Besonderheit 

Bei Autismus handelt es sich um eine neurologische Besonderheit mit ein paar kleinen Schwierigkeiten, vor allem im zwischenmenschlichen Bereich.  

Wie äußern sich die Schwierigkeiten denn bei dem kleinen Sonderling? 

Spielen mit anderen Kindern ist oft nicht so das Non plus ultra für diese Kinder. Alleine kann man immerhin viel konzentrierter mit seinem Spielzeug agieren. Auch kleine Pläuschchen mit anderen werden völlig überbewertet. Warum streiten sich denn die anderen Kinder? Und warum weint das Mädchen dort vorne? All das sind oft Dinge, die für Autisten nicht nachvollziehbar sind. Probleme werden auf ganz spezielle Arten gelöst, die für das Umfeld meist sehr suspekt wirken. Statt Autos, Puppen oder Sandkasten, beschäftigen sich Autisten oft mit speziellen Dingen. Automotoren, Zahlen oder auch Insektenkunde. Und in genau diesen Themen sind sie oft wahre Genies. 

Hat dein Spross vielleicht Briefmarken oder Naturkunde für sich entdeckt? Doch das muss noch gar nichts heißen. 

Die kleinen Menschen mit besonderen Eigenschaften haben oft eine strenge Tagesroutine. Und wehe jemand bringt diese Routine aus den Fugen. Läuft es nicht wie sonst nach Plan, kann das den Sprössling ordentlich aus der Bahn werfen. Nicht selten reagieren sie dann mit aggressivem Verhalten oder Trotzigkeit. 

Nur weil dein Kind eventuell auch mal mit dem Kopf durch die Wand will, heißt es aber nicht, dass es ein Autist ist. Immerhin gehört die Trotzphase zur normalen Kindesentwicklung ja auch dazu. 

Doch ist ein Autist gleich wie alle anderen Autisten? 

Autismus an sich hat viele Gesichter Es gibt verschiedene Formen von Autismus. Zunächst einmal unterteilt man ihn in 3 große Gruppen: den frühkindlichen Autismus, auch als Kanner-Syndrom bekannt, den atypischen Autismus und das Asperger-Syndrom. 

Wo sind die Unterschiede zwischen den verschiedenen Formen von Autismus? 

Zum einen ist ein Kriterium, wann denn auffällt, dass ein Kind sehr besonders ist. Auch verschiedene Verhaltensmuster und natürlich die Intelligenz spielen für die Diagnose eine wichtige Rolle. Obwohl Autismus als Behinderung zählt, so muss das Kind nicht geistig eingeschränkt sein. Es kann vielleicht lediglich später sprechen oder drückt sich vielleicht sogar verhältnismäßig hochgestochen aus. Ein kleiner Professor Doktor Doktor also. Alles ist quasi möglich. 

Und auch hier ist wieder wichtig zu erwähnen, dass es auch einfach sehr intelligente Kinder gibt, die schnell sehr gut sprechen können ohne, dass sie Autisten sind. 

Wer stellt die Diagnose „Autismus“? 

In der Regel gehen Eltern zum Kinderarzt, wenn ihnen auffällt, dass ihr Kind etwas anders ist wie die meisten. Dann folgt eine Überweisung an einen Psychologen, Neurologen oder an ein sozialpädiatrisches Zentrum, kurz SPZ.  

Dort werden dann spielerisch Tests gemacht, das Verhalten des Kindes einfach beobachtet und letztendlich die Diagnose gestellt. 

Ist Autismus heilbar? 

Autismus ist keine Infektionskrankheit und somit gibt es auch keine Wunderpille und der Autismus ist weg. Aber es ist therapierbar, so dass das Kind ein recht normales Leben wie alle anderen Kinder auch führen kann. So gibt es Verhaltenstherapien, Elterntraining, Medikamente und natürlich kann man die Umgebung an die Besonderheiten des Kindes anpassen. Klar, bleiben die Besonderheiten, aber Kinder lernen damit umzugehen und diese sogar sinnvoll zu nutzen. Kann ja ruhig jeder von den speziellen Fähigkeiten des Nachwuchses profitieren oder? 

Achtung, Achtung, wichtige Durchsage: 

Es gibt noch eine Grauzone namens „autistische Züge“. Hier treffen ein paar Kriterien zu, aber nicht genug um die das gewisse Etwas namens „Autismus“ zu diagnostizieren. 

Sollte dein kleines Wunder also vielleicht etwas später sprechen oder eine extreme Vorliebe für spezielle Dinge haben heißt es nicht, dass dein Kind ein Autist ist. Es gibt auch einfach Kinder, die so ihre Vorlieben haben oder einfach etwas langsamer sind.  

2017-11-13T12:15:14+00:0013.11.2017|

2 Comments

  1. Janet 27. November 2018 um 12:29 Uhr - Antworten

    Als Mutter eines autistischen Kindes muss ich sagen: ja- er ist mein Wunder, aber wir haben in dieser Welt nicht nur „kleinere Schwierigkeiten“- sondern besonders mit der Schule begann für uns ein Leidensweg. Für mich, für meinen Sohn und unsere Familie.

    • katjawinkhoefer 13. Dezember 2018 um 15:41 Uhr

      Ja, die Gesellschaft ist hart mit Kindern, die nicht der Norm entsprechen. Leider kann nicht jeder die Besonderheit solcher Kinder erkennen und weiß sie daher nicht zu schätzen. Ihr seid als Familie stark und das kann euch niemand nehmen.

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